Boquerón
Boquerón ist das Herz des paraguayischen Chaco – eine weite, trockene Ebene, die von mennonitischen Kolonien landwirtschaftlich erschlossen wurde und eine einzigartige Kultur bietet.
Boquerón

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Über Boquerón
Boquerón erstreckt sich über den zentralen und westlichen Chaco und ist nach Alto Paraguay das zweitgrößte Departamento. Die Landschaft besteht aus Trockenwäldern, Dornbuschsavannen und saisonalen Überschwemmungsgebieten. Das Klima ist extrem: glühend heiße Sommer und milde Winter mit sehr geringem Niederschlag.
Die Geschichte des modernen Boquerón beginnt mit den mennonitischen Einwanderern aus Kanada und Russland in den 1920er-30er Jahren. Sie gründeten die Kolonien Menno, Fernheim und Neuland und verwandelten die unwirtliche Wildnis in produktives Farmland. Heute produziert der Chaco einen Großteil der paraguayischen Milch- und Fleischprodukte.
Filadelfia, die Hauptstadt, ist eine saubere, geordnete Kleinstadt mit deutscher Prägung. Die Mennoniten betreiben Genossenschaften, Schulen und Krankenhäuser und haben eine bemerkenswerte Infrastruktur in der Wildnis geschaffen.
Wichtige Orte in Boquerón
Loma Plata
Kolonie Menno, Kooperativen-Zentrum
Neuland
Jüngste Kolonie, traditionell geprägt
Fortín Boquerón
Historische Chaco-Krieg-Gedenkstätte
Besonderheiten
Für Auswanderer
Die Mennoniten-Kolonien bieten eine funktionierende Infrastruktur mitten im Chaco. Für Deutschsprachige ist die Integration einfacher. Das extreme Klima und die Abgeschiedenheit sind jedoch nicht für jeden geeignet. Landkauf ist möglich, aber die Gemeinschaft ist eng vernetzt.